Tanga Schnittmuster verändern: 3 Bundvarianten für #Stringy & #TangaSlippy
Aus einem Schnittmuster können ziemlich viele unterschiedliche Modelle entstehen, wenn du anfängst, einzelne Bereiche nicht einfach nur zu nähen, sondern auch gestalterisch zu betrachten.
In dieser kleinen Videoreihe zeige ich dir drei Möglichkeiten, den Bund von #Stringy und #TangaSlippy zu verändern. Dabei kombiniere ich verschiedene Materialien, arbeite mit Schnürungen und ersetze einen kompletten Bundbereich durch verstellbare Bänder.
Es geht hier ganz bewusst um Schnittgestaltung und nicht um eine individuelle Passformanpassung. Du bekommst einen ersten Einblick darin, wie du einen vorhandenen Schnitt verändern kannst, ohne direkt einen komplett neuen Slip konstruieren zu müssen.
Bevor du loslegst
Im Willkommensvideo zeige ich dir die drei Varianten und erkläre dir, was ich in dieser kleinen Serie mit Schnittgestaltung meine.
Wenn du #Stringy oder #TangaSlippy noch gar nicht genäht hast und erst einmal die komplette Fertigung kennenlernen möchtest, findest du im #Stringy & #TangaSlippy Videokurs die ausführliche Begleitung vom Schnitt bis zum fertigen Slip.
Bundgestaltung 1/3: Bandspitze als Einsatz
Mit einer kleinen Veränderung am Bund kann sich die Optik eines Slips schon ziemlich deutlich verändern.
In dieser ersten Variante teile ich den Bund von #TangaSlippy und kombiniere einen blickdichten Jersey mit einem Einsatz aus Bandspitze.
Du siehst, wie ich die Teilung im Schnitt anlege, die benötigte Nahtzugabe ergänze und die Bogenkante der Spitze so einsetze, dass sie später als sichtbarer Abschluss erhalten bleibt.
Anschließend werden Jersey und Bandspitze miteinander verbunden und die obere Bundkante mit Wäschegummi verarbeitet.
So entsteht aus dem ursprünglichen Bund eine erste neue Variante, ohne dass sich die grundsätzliche Form des Slips verändert.
Für die zweite Variante nutze ich die gleiche Idee der Bundteilung, gestalte den vorderen Bereich aber völlig anders.
Aus schmalem elastischem Dessousgummi entstehen kleine Schlaufen, die beim Zusammennähen direkt zwischen den Bundteilen mitgefasst werden.
Durch diese Schlaufen kannst du anschließend elastisches Gummi oder Satinband einfädeln und daraus eine Schnürung gestalten.
Gerade hier wird schön sichtbar, wie unterschiedlich ein Schnitt wirken kann, obwohl die eigentliche Schnittänderung nur sehr klein ist. Material und Verarbeitung übernehmen einen großen Teil der Gestaltung.
In der dritten Variante wandert die Veränderung vom Vorderteil an die Seite.
Ich nehme einen etwa 10 cm breiten Bereich aus dem Bund heraus und ersetze ihn durch drei verstellbare BH-Träger.
Du siehst, wie ich die Position des Einsatzes festlege, die Träger mit Schiebern vorbereite, gleichmäßig verteile und anschließend mit einem zusätzlichen Wäschegummi stabilisiere.
Diese Stabilisation ist gerade bei feiner Spitze sinnvoll, weil die Träger deutlich fester sind und der Bund trotzdem seine vorgesehene Form behalten soll.
Wenn du dir die Herstellung eines verstellbaren BH-Trägers noch einmal genauer anschauen möchtest, findest du dazu meine ausführliche Anleitung:
Verstellbare Träger herstellen
https://triny.de/verstellbare-traeger-herstellen/
Das Handout zu den drei Bundvarianten
Damit du beim Nacharbeiten nicht ständig zwischen den Videos hin und her springen musst, habe ich dir die drei Varianten zusätzlich als Handout zusammengefasst.
Darin findest du die wichtigsten Schritte noch einmal mit Fotos, Maßen, Nahtzugaben und den entscheidenden Verarbeitungshinweisen.
Wie möchtest du weitermachen?
Vielleicht hast du beim Ausprobieren gemerkt, dass dich vor allem das Gestalten am Schnitt reizt. Vielleicht möchtest du aber auch erst einmal noch sicherer bei Materialien, Gummis und den verschiedenen Möglichkeiten der Wäscheverarbeitung werden.
Beides führt dich ein Stück weiter, nur in unterschiedliche Richtungen.
Du möchtest erst einmal Materialien und Verarbeitung sicher beherrschen?
Dann würde ich dich zu Basic Wäsche nähen schicken. Dort geht es um die Grundlagen des Wäschenähens, unterschiedliche Materialien und vor allem darum, welche Kantenverarbeitung wann sinnvoll ist und wie sie sauber umgesetzt wird.





