Welches Bralette passt zu dir?
#BraLacy, #BraLovely und #CamyBra im Vergleich
Drei Bralettes, die nicht nur mit drei unterschiedlichen Schnittführungen daher kommen, sondern auch unterschiedliche Möglichkeiten bei Material und Verarbeitung bieten. #BraLacy, #BraLovely und #CamyBra kommen alle ohne Bügel aus, bieten aber trotzdem Halt, wenn du Größe, Material und Aufmachung gut zu kombinieren weißt.
Welches Modell besser zu dir passt, hängt deshalb nicht nur davon ab, welches dir optisch am besten gefällt, sondern auch davon, was du brauchst. Denn die drei Schnittmuster sind keineswegs drei Varianten desselben Schnittes, sie sind von mir für verschiedene Anlässe konstruiert worden.

Die drei Bralettes auf einen Blick
Hier zeige ich dir die Besonderheiten der Schnittmuster mit ihren technischen Zeichnungen und allen wichtigen Infos.
Die Modelle im Detail
Nicht nur die Frontansicht eines Dessous ist wichtig. Manchmal entzückt besonders der Rücken mit überraschenden Linienführungen, manchmal verändert allein die Materialwahl die Wirkung eines Schnittes komplett. Deshalb lohnt sich bei den drei Bralettes ein genauerer Blick auf das, was aus derselben Schnittgrundlage entstehen kann.
#BraLacy | Der vielseitige Allrounder

#BraLacy: wandlungsfähig und smart
Beim #BraLacy kannst du sehr unterschiedlich mit den Materialien umgehen. Spitze und Jersey lassen sich genau so miteinander kombinieren wie verschiedene Jerseys oder Wirkwaren. Du kannst den Schnitt aber genauso als schlichteres Basic-Teil im Bustier-Stil umsetzen. Dadurch verändert sich nicht nur die Optik, sondern je nach Materialwahl kann dein Modell auch ganz unterschiedlich wirken.
Bei der Verarbeitung hast du ebenfalls mehrere Möglichkeiten. Der Rücken kann mit oder ohne Verschluss gearbeitet werden und aus dem normalen Bralette wird mit der entsprechenden Schnittoption sogar ein Still-Bralette.
Diese Wandelbarkeit macht ihn für mich zum Allrounder unter den drei Modellen.
#BraLovely | Dreiteiliger Cup für mehr Form

#BraLovely: Formen entstehen in der Schnitttechnik nicht zufällig
Beim #BraLovely wird besonders gut sichtbar, was Schnittführung und Material miteinander schaffen können, wenn sie Hand in Hand gehen. Der dreiteilige Cup dient dazu, das Brustvolumen gezielter zu formen und zu verteilen. Gleichzeitig kannst du mit Bandspitze, Jersey und dem Wechsel zwischen transparenten und blickdichteren Flächen spielen.
Auch die Rückenansicht gehört bei diesem Modell ganz bewusst zum Design. Die Bandspitze läuft seitlich nach oben in Richtung Träger und macht aus dem Rücken mehr als eine einfache Rückseite des Bralettes.
Der #BraLovely muss keineswegs immer mit Spitze gearbeitet werden. Komplett aus Jersey genäht bekommt derselbe Schnitt plötzlich eine andere Wirkung.
#CamyBra | Geometrische Linienführung

#CamyBra: Bandspitze ist Queen
Beim #CamyBra wird es geometrischer. Nicht nur der zweiteilige Cup prägt die Linienführung, sondern vor allem die Konstruktion im Rücken. Die Träger laufen dort nicht einfach klassisch nach unten, sondern werden Teil der Gestaltung.
Diese geometrische Schnittanlage lässt die Verarbeitung mit Bandspitze an allen vertikalen Kanten zu, weil Spitzenkante und Schnittführung miteinander spielen können. Von vorne wirkt der #CamyBra vergleichsweise reduziert, während sich ein wesentlicher Teil seines Charakters erst beim Blick auf den Rücken zeigt.
Welches Bralette passt zu dir?
Neben der Optik darf bei der Auswahl auch eine ganz praktische Frage mitentscheiden: Was hast du schon genäht und welche Verarbeitung möchtest du als Nächstes ausprobieren? Denn natürlich kannst du dich mit jedem Projekt steigern.
#BraLacy passt zu dir, wenn …
… du erste Erfahrungen beim Dessousnähen sammeln oder Spitze mit Jersey kombinieren möchtest. Durch die verschiedenen Varianten kannst du eher schlicht beginnen und dich später an weitere Verarbeitungen wagen. Auch die Still-Option und die unterschiedlichen Rückenlösungen machen ihn zum vielseitigsten der drei Schnitte.
Näherfahrung: guter Einstieg und ausbaufähig
#BraLovely passt zu dir, wenn …
… du mit elastischen Materialien schon etwas vertrauter bist und Lust auf mehr Schnittteile und Verarbeitungsschritte hast. Der dreigeteilte Cup, die Bandspitze und die besondere Rücken- und Trägerverarbeitung bieten dir einige Stellen, an denen du dein Können erweitern kannst. Gleichzeitig kannst du über die Materialwahl beeinflussen, wie anspruchsvoll dein Projekt wird.
Näherfahrung: mit etwas Erfahrung gut machbar
#CamyBra passt zu dir, wenn …
… du schon sicherer im Dessousnähen bist und Lust auf einen Schnitt hast, bei dem die Linienführung und die genaue Verarbeitung stärker in den Vordergrund rücken. Besonders Bandspitze und die auffällige Rücken- und Trägerkonstruktion machen ihn zu einem schönen Projekt, wenn du deine Fertigkeiten weiter ausbauen möchtest.
Näherfahrung: für etwas geübtere Dessousnäherinnen
Steigern geht immer: Die Einordnung soll dir bei der Auswahl helfen und keine Grenze ziehen. Wenn dich ein Modell besonders reizt, darf genau dieser Schnitt auch derjenige sein, an dem du die nächste Technik lernst.
Was ist eigentlich ein Bralette?
Bralette, BH oder Bustier? Die Begriffe werden gerne durcheinandergeworfen, dabei gibt es durchaus Unterschiede. Ganz klar voneinander trennen kann man es allerdings nicht immer, denn auch in der Wäsche gibt es inzwischen ziemlich viele Mischformen.
Ein Bralette ist ein BH-ähnliches Oberteil, das in der Regel ohne Bügel gearbeitet wird. Im Gegensatz zum klassischen BH entsteht die Form und Unterstützung deshalb stärker durch die Schnittführung, das Unterbrustband, die verwendeten Materialien und die Träger. Ein Bralette kann sehr weich und leicht verarbeitet sein, muss es aber nicht. Auch ohne Bügel lässt sich durchaus Form und Stabilität konstruieren.
Ein klassischer BH arbeitet häufig mit stärker ausgeformten Cups, einem Unterbrustrahmen, festerem Material und Bügeln. Dadurch kann die Brust gezielt geformt und unterstützt werden. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein BH immer mehr Halt gibt oder ein Bralette grundsätzlich nur für kleine Cups geeignet ist. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Schnitt, Größe, Material und Verarbeitung.
Beim Bustier steht dagegen stärker die flächige Konstruktion im Vordergrund. Es hat meist weniger ausgeprägte einzelne Cups und umschließt den Oberkörper über eine größere Fläche. Die Grenzen zum Bralette sind hier fließend. Gerade moderne Schnitte können Merkmale aus beiden Formen miteinander verbinden.
Dein Bralette Schnittmuster auswählen
Jetzt weißt du, worin sich #BraLacy, #BraLovely und #CamyBra unterscheiden. Nun kommt es darauf an, welches Modell zu deinen Vorstellungen, deinen Materialien und deiner bisherigen Näherfahrung passt.
Mit wachsender Erfahrung verändern sich oft auch die Dinge, die beim Dessousnähen spannend werden. Vielleicht möchtest du zunächst verschiedene Materialien ausprobieren, später stärker mit Cupform und Stabilität arbeiten und irgendwann kompliziertere Linienführungen umsetzen. Wie zuvor schon gesagt, sich zu steigern geht immer!
#BraLacy Schnittmuster
Wenn du einen vielseitigen Schnitt suchst, mit dem du unterschiedliche Varianten ausprobieren kannst, ist der #BraLacy ein guter Ausgangspunkt. Spitze und Jersey, schlicht oder verspielt, mit oder ohne Verschluss und sogar als Still-Bralette: Du kannst mit dem Schnitt einiges ausprobieren, ohne jedes Mal bei null anzufangen.
#BraLovely Schnittmuster
Wenn du dich stärker mit Formgebung beschäftigen möchtest, führt dich der #BraLovely einen Schritt weiter. Sein dreiteiliger Cup, die verschiedenen Materialmöglichkeiten und die besondere Verarbeitung von Rücken und Trägern geben dir viel Raum, mit Form, Stabilität und Gestaltung zu experimentieren.
Gerade wenn du mehr Brustvolumen unterbringen möchtest, lohnt sich ein genauerer Blick auf den dreiteiligen Cup dieses Schnittes.
#CamyBra Schnittmuster
Wenn dich außergewöhnliche Schnittlinien reizen, ist der #CamyBra wahrscheinlich dein Kandidat. Hier wird nicht nur die Vorderseite gestaltet. Gerade der Rücken gehört ganz wesentlich zum Schnitt und macht das Modell interessant, wenn du beim Dessousnähen Lust auf eine etwas ungewöhnlichere Konstruktion hast.
Bandspitze bekommt dabei eine ziemlich große Bühne und wird nicht einfach nur als hübsches Material eingesetzt, sondern Teil der Linienführung.

Kannst du dich nicht so recht entscheiden?
Dann würde ich nicht danach auswählen, welches Bralette vermeintlich das schönste ist. Schön sind sie ja alle drei. Schau lieber darauf, was du als Nächstes lernen möchtest.
Möchtest du unterschiedliche Materialien und Varianten ausprobieren, starte mit dem #BraLacy. Möchtest du dich stärker mit Cupform, Volumen und Stabilität beschäftigen, schau dir den #BraLovely genauer an. Reizt dich vor allem eine besondere Linienführung und eine außergewöhnliche Rückenansicht, könnte der #CamyBra dein nächstes Projekt sein.
Falls dein Lieblingsmodell nähtechnisch gerade noch ein kleines Stück außerhalb deiner Komfortzone liegt, muss das übrigens kein Grund sein, es nicht zu nähen. Manchmal ist genau das nächste Projekt der richtige Anlass, eine neue Verarbeitung zu lernen. Steigern geht schließlich immer.
Herzlichst, deine Katriny*
Kreuzgrößen bei BHs und Bralettes
Deine gemessene Größe sitzt nicht so, wie du es erwartet hast? Dann kann sich ein Blick auf die Kreuzgrößen lohnen. Ich zeige dir, wie sich Unterbrustweite und Cupgröße zueinander verhalten und wie du eine passende Kreuzgröße für deinen BH oder dein Bralette findest.





















Hallo,
ich, als Anfängerin, finde Lustigerweise den Bralovely einfacher zu nähen als den Bralacy…
Den Chambra hab ich noch nicht genäht.
Gibt es auch Schnittmuster für Sport Bustier?